Erste Festnahme in Deutschland – Stand der Ermittlungsverfahren weltweit

Anfang Juli nahm die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft München II erstmalig einen ehemaligen Audi-Mitarbeiter fest, der als Motorentwickler die Manipulationssoftware für Dieselmotoren mitentwickelt haben soll. Dies steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Audi-Mutterkonzern Volkswagen. Die Ermittlungen gegen Audi wurden von der Staatsanwaltschaft München II wegen Abgasbetruges im Juni diesen Jahres aufgenommen.

Gleichzeitig laufen die Ermittlungen gegen Volkswagen in den USA. Ein Manager sitzt bereits in Untersuchungshaft. Gegen fünf weitere, unter anderem Heinz-Jakob Neußer, Bernd Gottweis sowie Martin Winterkorn, liegen internationale Haftbefehle vor. Da es sich dabei um in Deutschland lebende deutsche Staatsangehörige handelt, ist eine Auslieferung an die USA ausgeschlossen, sie können jedoch das Land nicht gefahrlos verlassen.

Der Ausgang dieser Verfahren ist für Verbraucher insbesondere für die Verjährungsfrist ihrer Ansprüche entscheidend. Sollte es gelingen nachzuweisen, dass die Verbraucher absichtlich getäuscht wurden, verlängert dies in Deutschland die Verjährungsfrist um ein weiteres Jahr, nämlich bis Ende 2018. Die Entwicklung dieser Ermittlungsverfahren sowie deren Ergebnis wird somit weiterhin mit Spannung verfolgt.

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